Biografie

Henri Leconte, geboren am 4. Juli 1963 im französischen Lillers, gewann in seiner Profikarriere neun Einzel-Turniere (Stockholm 1982, Stuttgart 1984, Nizza & Sydney 1985, Genf & Hamburg 1986, Nizza & Brüssel 1988, Halle/Westfalen 1993) sowie zehn Turniere im Doppel (Bologna 1981, Nizza, Basel & Wien 1982, Aix-en-Provence 1983, Roland Garros, Kitzbühel & Stockholm 1984, Nizza 1988, Indian Wells 1993). 

 

Seinen ersten Durchbruch hatte Henri 1980, als er den Juniorentitel bei den French Open in Roland Garros gewann. Henris höchste Platzierungen in der ATP Tennis-Weltrangliste waren Rang 5 am 22. September 1986 im Einzel sowie Rang 6 im Doppel am 18. März 1985. 

 

Zwischen 1982 und 1994 war Henri – ohne Unterbrechung – Teil der französischen Davis Cup Mannschaft und spielte sowohl in den Einzel- als auch Doppel-Wettbewerben. Legendär ist seine Doppelbilanz von 17-5, mit seinem kongenialen Doppelpartner Guy Forget blieb er in den 11 gemeinsamen Partien ungeschlagen. 1986 gewann Henri mit der französischen Mannschaft den World Team Cup. 1991 trug er mit seinem Sieg über Pete Sampras im Einzel sowie mit Partner Guy Forget im Doppel gegen Ken Flach und Robert Seguso wesentlich zum französischen Gewinn des Davis Cup bei – nach 59 Jahren war dies wieder der erste Davis Cup-Titel für Frankreich. Sein letztes Einzel-Match gegen Andre Agassi wurde gar nicht mehr ausgespielt, Frankreich führte bereits uneinholbar gegen die USA. Mit Guy Forget wurde Henri Leconte zu den Sportlern des Jahres 1991 der französischen Zeitschrift L’Equipe gewählt („Champion des Champions“).

 

Sein größter Erfolg als Einzelspieler bei einem Grand-Slam war zweifellos der Finaleinzug 1988 bei den French Open, „zu Hause“ in Roland Garros. Dort unterlag er in einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel dem Schweden Mats Wilander. Mit Doppelpartner Yannick Noah gewann er die Doppel-Trophäe bei den French Open 1984. Im Jahr darauf stand er abermals mit Yannick Noah im Finale der US Open, wo sie sich nur Ken Flach / Robert Seguso geschlagen geben mußten. 

 

Den letzten Turniergewinn feierte der Linkshänder 1993 bei den Gerry Weber Open in Halle/Westfalen. Im selben Jahr gewann er bereits mit Guy Forget den Doppel-Titel beim Masters in Indian Wells. 1996 beendete Henri seine 16-jährige Tennis-Profikarriere. 

 

Glücklicherweise ist der rennsportbegeisterte, geniale Entertainer, der Tenniswelt treu und erhalten geblieben. Neben Exhibition-Matches spielt Henri auf der ATP Champions Tour und ist regelmäßig als Kommentator im Fernsehen zu sehen.