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21.09.2019

#LaverCup #ATP #HenriLeconte #RogerFederer

Henri Leconte, was halten Sie vom Laver Cup?

Das ist ein unglaubliches Konzept. Roger Federer hatte eine aussergewöhnliche Idee, eine Art Ryder Cup des Tennis kreieren zu wollen. Es ist fabelhaft, wie enthusiastisch er diese Veranstaltung in Prag, Chicago und jetzt hier in Genf auf die Beine stellte. Mit der Schaffung eines dreitägigen «Turniers» zeigt der Laver Cup, dass Tennis auch anders gespielt werden kann. Dieser Sport kann dynamischer und viel schneller sein als ein Grand-Slam-Turnier. Daraus resultiert eine weitere Vision des Welttennis. Das finde ich aussergewöhnlich.

 

Die ATP hat beschlossen, den Laver Cup in ihren Kalender aufzunehmen. Ein guter Entscheid?

Ja, komplett. Zuerst war es eher wie eine Exhibition, jetzt hat es sich schnell zu einem wichtigen Event im ATP-Kalender entwickelt. Aber der Laver Cup unterscheidet sich völlig von Grand Slams oder klassischen Turnieren, die von der ATP organisiert werden, da er im Team gespielt wird.

Wie Roger und Rafa – plötzlich verbünden sich die grössten Rivalen. Das ist das Schöne, dass diesem Event eine ganz andere Dimension verleiht. Ursprünglich war Tennis eine Einzelsportart. Hier beim Laver Cup wird es zum Teamsport. Das finde ich wirklich fabelhaft, ich hätte gerne in diesem Zeitalter gespielt.

 

Auf dem Papier scheint das Team Europa in Genf der Favorit auf den Sieg zu sein. Wie schätzen Sie die Kräfteverhältnisse ein?

Das «Team Welt», angeführt von den Amerikanern, besteht hauptsächlich aus «Shotmakers». Das heisst, sie sind kraftvoll und eher Serve-and-Volley-Spezialisten, die sich auf 2–3 Schläge verlassen, um den Punkt zu machen. Es wird also schnell gehen und interessant werden. Auf dem Papier stimmt es, dass ein Ungleichgewicht herrscht. Du hast Roger und Rafa auf einer Seite – aber Vorsicht: Auf der anderen Seiten gibt es Spieler, die sie schlagen können. Ich hoffe, es wird ein echter Kampf. Wie auch immer, im Tennis weiss man bis zum letzten Punkt nie, was passiert. Das haben wir auch in Wimbledon mit Roger gesehen.

 

Federer sagt, dass er vor allem für die Doppel auf der Hut sein muss. Ist das «Team Welt» für diese Spiele zu favorisieren?

Es stimmt, dass sie Spieler haben, die etwas mehr auf das Doppel spezialisiert sind, wie zum Beispiel Jack Sock. Sie haben jedoch kein echtes Doppel-Team, das über das ganze Jahr zusammen spielt. Sie müssen sich also auch anpassen. Ein entscheidendes Kriterium wird auch sein, sich gut von den Einzeln erholen zu können.

 

Denken Sie, die Spieler werden alles geben und kämpfen wie an einem Grand-Slam-Turnier?

Natürlich werden sie alles geben. Die Atmosphäre und Ambiance, die die Spieler erwartet, wird wirklich etwas Spezielles sein. Es wird jedoch nicht wie ein Grand-Slam-Turnier sein, weil diese Einzelwettbewerbe sind. Aber der Wunsch, zu gewinnen, wird natürlich vorhanden sein, denn die Spieler verteidigen die Farben Europas oder der Welt. Wir werden fabelhafte und spektakuläre Spiele zu sehen bekommen.

 

Abschliessend noch ein Wort zu der Fülle an solchen Teamwettbewerben. Zusätzlich zum Laver Cup gibt es auch noch den Davis Cup und den ATP Cup, dessen erste Auflage im Januar 2020 in Australien stattfindet. Gibt es nicht zu viele solche Events?

Es ist klar, dass der Laver Cup den Davis Cup in den Schatten stellt. Aber letzterer verlor durch die Formatänderung seine Seele – Monsieur Piqué hat einen schrecklichen Fehler gemacht – und wich irgendwie von der ATP ab. Diese Gelegenheit nutzte Roger, um den Laver Cup im ATP-Kalender zu etablieren. Als der Davis Cup noch in seinem ursprünglichen Format existierte, war der Laver Cup nicht mehr als eine Exhibition.

Was den ATP Cup betrifft: Das ist etwas anderes. Zuerst einmal ersetzt er den Hopman Cup. Dann findet das Turnier Anfang Jahr in Australien statt, wo die Spieler sowieso hinreisen wegen der Australian Open. Deshalb hat der ATP Cup weniger Auswirkungen auf den Kalender. Ausserdem erfolgt die Selektion aufgrund des ATP-Rankings.

 

 

14.07.2019

#Wimbledon #2019 #HenriLeconte

Henri Leconte übernimmt in Wimbledon kurzerhand den Schiedsricherstuhl im Doppel

In Wimbledon wird den Fans nicht nur Spitzentennis geboten, es gibt auch sogenannte Legendenspiele – und dort sorgt Henri Leconte für beste Unterhaltung.

Besonders in Erinnerung bleiben wird vor allem ein Spiel. Die Tennislegenden Jacco Eltingh, Paul Haarhuis spielten gegen Henri Leconte und Patrick McEnroe. Henri Leconte wurde das Match irgendwann zu anstrengend, so dass dieser sich für eine Pause entschied. Doch anstatt das Spiel zu unterbrechen, suchte er nach einem passenden Ersatz. Diesen fand er im Stuhlschiedsrichter.

In Anzug und Krawatte stellte sich der Richter auf das Spielfeld, während sich Henri Leconte auf dessen Stuhl setzte und dort seinen Job übernahm. Das Wimbledon Publikum hat sich bestens amüsiert.

 

 

07.06.2019

#RolandGarros #2019 #FrenchPlayers

Nach Benoît Paire schied Gael Monfils am Montag im Achtelfinale gegen Roland Garros aus.

Er wurde von Dominic Thiem in drei Sätzen geschlagen. Leider ist kein Franzose mehr im Viertel-Finale.






10.05.2019

#hlandco #coaching #rolandgarros #daviscup

Stimmt es, dass Sie die „Bühne“ nie richtig verlassen haben, in irgendeiner Form spielen Sie ja immer? Nach Ihrer Profikarriere als Tennisspieler sind Sie jetzt auf der ATP Championstour unterwegs, plus sind Sie Eurosport-Kommentator, Rennfahrer, Koch und Padel-Botschafter.

Ja und nein. Ich bin immer schon aktiv im sportlichen Bereich, im Tennis und bei speziellen Events wie etwa Motorsport oder Kochen. Wie Sie wissen, bin ich sehr leidenschaftlich. Ich liebe es, zu Arbeiten und meine Erfahrung weiterzugeben. Für mich ist es entscheidend, mein Wissen teilen zu können, Spaß zu haben und die Leute zu unterhalten. 

Sie haben einen speziellen Platz im Herzen der Franzosen. Den haben Sie wegen Ihren Titeln, großartigen Spielen und toller Unterhaltung. Stimmt das?

Ja, ich bin bekannt. Ich habe eine spezielle Beziehung mit dem Publikum. Sie lieben mich oder sie lieben mich nicht. Ich verlasse den Platz immer mit einem speziellen Eindruck. Das ist mein Charakter und auch meine Stärke.

 

Sie nutzen ihre Karriere auch um ihre Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen zu teilen, etwa wie man mit Stress, Sieg oder Niederlage umgeht. Was wäre die wichtigste Lehre, der wichtigste und am einfachsten zu folgende Rat?

Deshalb habe ich eine neue Firma gegründet, HLandCo. Meine Profikarriere auf dem höchsten Level war sehr fordernd und ich hatte auch einige Verletzungen. Ich hab meine Lektion gelernt. Heute kann ich meine Erfahrungen teilen und auch, wie man sich wieder heilen kann. Wir alle haben den inneren Schalter den man drücken kann und der enorme Kräfte auslösen kann. Diese Techniken kann man im Beruf oder auch im Privatleben anwenden.

 

Sie waren am 10. und 11. April 2019 in La Wantzenau, dort sprachen Sie über Coaching und gaben den Zuhörern Ratschläge. Haben Sie eine besondere Beziehung zum Elsaß?

Das Elsaß ist eine fantastische Region, es ist sehr schön dort, ich mag es sehr. Wir haben sehr gut gegessen und die Leute sind sehr freundlich. Ich habe immer sehr viel Spaß dort.

Die Sandplatzsaison beginnt bald. Ich muss Sie über die französischen Chancen in Roland Garros fragen ... Sie waren der letzte Franzose im Finale, und das ist mehr als 30 Jahre her. Wir haben den Eindruck, dass das französische Tennis schwierig ist ...

Wie jedes Jahr hoffen wir einen Franzosen weit kommen zu sehen, Halbfinale, Finale, gewinnen ... Wir hatten dieses Jahr schon gute Ergebnisse von Lucas Pouille und Gael Monfils, der aber nach sehr gutem Start leider verletzt ist. Im Moment ist es noch zu früh für Prognosen ...

Ein letztes Wort zum „neuen“ Davis Cup: Ist das was für Sie?

Wir können es noch nicht sagen, es ist ein neues Konzept. Lasst uns dem neuen Produkt eine Chance geben und wir sprechen im November darüber. Aber eines ist auch sicher, ich werde den Davis Cup, den ich gespielt und gewonnen habe sehr vermissen. Diese Magie wird nie mehr die gleiche sein.

 

29.03.2019

#championstour #atp #brodies #gleneagles #henrileconte 2019

Der zweite Stop auf der ATP Champions Tour 2019 - nach den Delray Beach Open im Februar - wird vom 13. bis 15. Juni 2019 im Gleaneagles Hotel in Auchterarder, Schottland sein. Nachdem Mark Philippoussis das Turnier 2017 und Greg Rusedski 2018 gewann, wird es dieses Jahr einen neuen Champion geben wenn Juan Carlos Ferrero, Tim Henman, Henri Leconte und Thomas Enqvist um den Titel kämpfen.

Colin Fleming vertritt bei den Brodies Invitational die Farben Schottlands und zusammen mit einigen vielversprechenden Youngsters treffen sie auf die Legenden. Die ehemalige Nummer 1 der Welt, Juan Carlos Ferrero, gewann 16 ATP Titel, darunter Roland Garros 2003 und vier Masters 1000 Turniere.

Tim Henmans beste Platzierung war Rang 4 im Jahr 2002. Er bestritt vier Wimbledon Halbfinals und gewann in 28 Finalteilnahmen 11 ATP Titel. Wie die meisten skandinavischen Spieler war auch Tomas Enqvist mit seinen 11 ATP Hallentiteln (darunter etwa Paris, Stuttgart, Stockholm) ein exzellenter Hallenspieler. Zudem gewann er 2000 das ATP Turnier in Cincinnati.

Henri Leconte ist stolzer Gewinner von 9 ATP Titeln und er war 1986 in den Top 5. Er ist einer der größten Tennis-Entertainer und mit seinen fantastischen Schlägen immer ein Garant dafür, das Publikum von den Sitzen zu reißen.

„Das Brodies Invitational ist eines der ATP Champions Tour Events auf die ich mich am meisten freue. Die Unterstützung des schottischen Publikums ist großartig und das Turnier hat immer erstklassige Spieler. Ein echtes Highlight für uns Spieler ist es immer mit und gegen die jungen schottischen Talente anzutreten. Es ist ganz wichtig, den jungen Spielern solch eine Plattform zu bieten wie es bei dem Brodies Invitational der Fall ist. Nur so bekommen sie ein Gefühl dafür, wie es ist auf den großen Plätzen der Welt zu spielen" so Tim Henman.

 
 

 

 

 


 

 

 

15.02.2019

Henri Leconte zeigt sich zuversichtlich, dass die guten Zeiten für Roger Federer wiederkommen werden. Leconte hat ein gutes Verhältnis zu dem Schweizer, Henri interviewte Rogere mehrere Male und erst im Januar 2019 waren sie zusammen auf einem Credit Suisse Event in Melbourne. "Er ist James Bond für mich", so Leconte.
"Er ist einzigartig, und fähig permanent sein Spiel anzupassen. Er spielt sogar Ping Pong, sollte das notwendig sein.
Und gegen junge Spieler wie etwa Tsitsipas muss er wieder seine Taktik und Strategie ändern. Zwei Sätze zu gewinnen ist leicht für Roger, fünf Sätze sehr viel komplizierter. Er wird noch aggresiver spielen müssen - und er wird es versuchen." Wird Federer willens sein, sein Spiel wieder zu ändern? "Ja selbstverständlich. Man kann sich nicht vorstellen, wie viel Arbeit notwedig ist um auf dem Level von Roger - in diesem Alter - zu sein" so Leconte. Der Franzose weiter über Rogers Entscheidung, 2019 die French Open zu spielen: "Es wird auch für Roger hart werden. Auf der anderen Seite kann es ihm helfen noch stärker zu werden. Bist du gut auf Sand spielst du auch besser auf den anderen Belägen.

Ich mache mir nie Sorgen um James Bond. Er findet immer eine Lösung für den Kill."

#AustralianOpen #HenriLeconte #JohnMcEnroe #ToddWoodbridge



Henri Leconte: #RogerFederer #Wimbledon #2018